Karl Friedrich Schinkel
Zwischen Klassizismus und Romantik
Studienfahrten
13. – 17. Oktober 2009
20. – 24. Oktober 2009
Als Maler, Entwerfer und Architekt prägt Karl Friedrich Schinkel entscheidend das Bild vom ‚preußischen Klassizismus’. Mit seinen Phantasien und realen Entwürfen im gotischen Stil formt er zugleich eine mittelalterlich-romantische Gegenwelt.
Auf unserer Reise suchen wir Orte und Belege für beide Richtungen: Zum Einstieg besuchen wir seine Geburtsstadt Neuruppin. Schloss Paretz erinnert an den Frühklassizismus seines Lehrers David Gilly, zugleich auch an die unvergessene Königin Louise. Mit Bus und zu Fuß folgen wir den Spuren von Schinkels Wirken in Berlin: Neue Wache, Friedrichswerdersche Kirche, Bauakademie, Schauspielhaus, dazu Neuer Pavillon und Schloss Tegel. Sein maIerisches Werk betrachten wir in der Nationalgalerie, einem Bau seines Schülers August Stüler. Vom gleichen Architekten stammt das nebenan wiedererstandene Neue Museum – auf Augenhöhe mit Schinkels Altem Museum.
Anderntags in Potsdam vergleichen wir seine Schlösser in Babelsberg und Glienicke, gehen dann von Charlottenhof zu den Römischen Bädern im Park von Sanssouci. Schließlich der Geheimtipp: Schloss, Park und Kirche in Petzow. Höhepunkt der Reise wird der Besuch auf Schloss Neuhardenberg, Schinkels Gesamtkunstwerk. Dort schlafen wir tief, wo schon die Kanzlerin und ihre Politikerfreunde Erholung fanden.
Am letzten Tag Schloss Wiepersdorf, dem vormaligen Musensitz der von Arnims. Heute Museum und Stipendiatenort für zeitgenössische Dichter und damit letzte Fragen: Ist die Romantik abgeschlossene Epoche oder immerwährendes Streben? Wäre dann der Klassizismus nur das äußerliche strenge Antlitz für ein im Innern tief bewegtes Gemüt auf der Suche nach irdischem Glück und jenseitiger Erlösung? Suchen wir doch einfach mit.
Leistungen:
- 5-Tage-Studienfahrt im Komfort-Reisebus
- 4 Übernachtungen /Frühstück
- 4 gemeinsame Essen
- Eintritt und Führung in Museen, Schlössern. Kirchen und Gärten
